Auf der ersten Sitzung der Regionalgruppen aus Europa, im November 2013 in Paris, sprach Lorenzo von Apeiron (Italien) über ein Workshopkonzept, welches sie in Italien durchgeführt haben. Es haben sich an lokal verschiedenen Stellen mehrere Arbeitsgruppen innerhalb Italiens gebildet. Der Workshop-Tag startete mit einer Skype-Konferenz, an der die einzelnen Gruppen teilnahmen und die Aufgabenstellung bekannt gegeben wurde. Anschließend arbeiteten die Gruppen unabhängig voneinander an der Problemstellung. Am Abend wurde eine erneute Skype-Konferenz abgehalten und die erarbeiteten Ergebnisse besprochen.

Da dieses Konzept von den Teilnehmern des Workshops als sehr ansprechend empfunden wurde, hat man sich dazu entschieden einen solchen Workshop auf europäischer Ebene anzubieten. Dabei wurde vorgeschlagen, dass verschiedene Teams in verschiedenen Ländern Europas zusammen einen „Europäischen TRIZ Workshop“ durchführen. Am 25. Juni 2014 wurde dieser Workshop erfolgreich durchgeführt.

Yves Guillou aus Frankreich präsentierte die Aufgabe – ein Problem, dass sie bereits für sich gelöst hatten: Wie kann eine Handlötlampe verbessert werden? Das Problem der präsentierten Handlötlampe war, dass bei Arbeiten über Kopf, die Flamme anfängt zu flackern und nach kurzer Zeit eine 1m lange Stichflamme entsteht. Für dieses Problem wurde bereits eine Lösung gefunden, die aber noch nicht zufriedenstellend ist. Die Handlötlampe kann über Kopf nur für wenige Minuten betrieben werden und der Aluminiumgriff ist mit einem Gewicht von 300g zu schwer. Gesucht waren nun Ideen, die Handlötlampe für einen längeren Zeitraum über Kopf benutzbar zu machen und gleichzeitig das Gewicht des Aluminiumgriffs zu reduzieren.

Das Problem wurde den verschiedenen Workshop-Gruppen via LiveMeeting am Morgen des 25. Juni vorgestellt und erläutert. Es gab eine siebenköpfige Arbeitsgruppe in Italien, die von Lorenzo Duroux, Präsident von Apeiron, geleitet wurde. Ein weiteres Team, bestehend aus fünf Teilnehmern, arbeitete bei GE in München unter der Leitung von Mark Lynass (Präsident der GETRA-M). Bei Siemens in Erlangen arbeitete ebenfalls ein Team, bestehend aus sechs Personen, unter der Leitung von Robert Adunka (Mitglied der SiTrA). John Cook von Cocatalyst UK und Pascal Sire aus Frankreich (ehemaliger Präsident der französischen TRIZ Vereinigung) nahmen jeweils an den LiveMeetings morgens und abends teil, schafften es aber nicht, eigene Arbeitsgruppen zu bilden.

Der Workshop dauerte insgesamt sechs Stunden. Die Bearbeitungszeit der Teams, um Lösungsideen zu entwickeln, betrug insgesamt vier Stunden. Die erste Stunde wurde dafür verwendet das Problem zu beschreiben und zu verstehen und die letzte Stunde für die Präsentationen der einzelnen Ergebnisse der verschiedenen Gruppen via LiveMeeting. Es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Gruppen mit der Aufgabenstellung gearbeitet hatten. Auf diese Weise ist es möglich, Problemlösungstechniken für sich selbst praktisch anzuwenden, und anschließend zu sehen, wie man auch hätte vorgehen können. Letztlich war dieser erste Europäische TRIZ Workshop ein gutes Training für jeden Teilnehmer.

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